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| Rum aus der Dominikanischen Republik |
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| Einige Zeit später, als es fast keine
Indianer mehr gab, brachte man afrikanische Sklaven als billige Arbeitskräfte in die Neue
Welt. Im 17. JH. lernte man, aus dem Zuckerrohrsaft einen Zuckerschnaps zu brennen bzw. aus der anfallenden Melasse ein alkoholisches Getränk zu brauen, das zunächst "Rumboullion" oder "Rumbustion" bezeichnet wurde, was auf Deutsch soviel wie "Lärm, Aufruhr" heisst. Später nannte man das geistreiche Getränk kurz und knapp Rum. Im 18. Jh. mussten 120 ha mit Zuckerrohr bepflanzt werden, um 200 t Zucker zu gewinnen. Um dies zu erreichen benötigte man "250 Neger, 80 Rinder und 60 Esel". Heute sieht es etwas besser aus! Zuckerrohr wird grossflächig angebaut, und es können inzwischen vielerlei Maschinen als Arbeitshilfen eingesetzt werden. Nur den dunkelhäutigen Bewohnern Hispanolas geht es kaum besser als ihren versklavten Vorfahren: Als Zuckerrohrschnitter müssen sie mit einem Tagesverdienst von umgerechnet 3.- bis 6 US$ auskommen. Das ist, wie man sich denken kann, zuwenig zum Leben und zuviel zum Sterben. |
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