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Musik aus der Dominikanischen Republik
 

Sobald man Dominikanischen Boden betritt, hört man den Rhythmus. Diese Klänge sind überall. Es ist unglaublich, auf der Toilette, im Taxi,  5 Uhr Morgens, am Strand, überall und immer läuft Musik. Es scheint die Leute bewegen sich sogar im Rhythmus der Musik.
In einer Zeit die den Stempel euro-amerikanischer Pop-Techno-Hits trägt, sind die traditionellen Volksweisen noch tief in der Alltagskultur des Landes verankert. Sogar Modediscos unterbrechen nur kurz die Dominikanische Musik.

Ursprung des Merengue
Die einen sagen er entwickelte sich aus dem Flamenco, andere sagen er entstand aus spontaner Freude über den Sieg in der Schlacht von Talanquera gegen die Haitianer, andere sagen er stamme aus Ableitung von Taino-Indianer-Traditionen. Die meisten aber sagen, er entstand während einer Fiesta, auf der ein hochrangiger Gast mit einem Klumpfuss zu tanzen versuchte. Um den Behinderten nicht zu brüskieren übernahm die ganze Gesellschaft sein steifbeiniges Schlurfen- Der Merengue war geboren!
Um 1850 war der Merengue in der Gegend von Cibao bereits präsent und gewann unter der Landbevölkerung rasch Anhänger. Nicht so in den Salons der Städte. Hier rümpften die Mitglieder der "feinen" Gesellschaft die Nase über den wilden Bauerntanz, gleich wie heute der Bachata von der "besseren" Gesellschaft verachtet wird.
Die Merengue-Texte besingen überwiegend Frauen, enttäuschte Liebe, Trinkgelage und prominente Zeitgenossen idealer Nährboden für einen Macho.

Bachata

ist die zweite, weitverbreitete Musikrichtung in der Dominikanischen Republik. Sie ist bei der Landbevölkerung sehr beliebt, insbesondere in der Gegend von Samana, wo im Radio fast aussschliesslich Bachata gespielt wird. 
Bei der "besseren" Gesellschaft war diese Musik bis 1995 verpönt. Bei Festivals, im Fernsehen und offiziell wurde diese Musik totgeschwiegen; zu peinlich waren offenbar die Texte für die saubere, heile christliche Gesellschaft, die Manche gegen Aussen darstellen wollen.  
Die Texte sind meistens freche Geschichten die vor Zweideutigkeiten nur so strotzen, ähnlich wie bei uns manche älteren Volkslieder. Die Musik ist meistens melancholisch/traurig. Getanzt wird langsam und Engumschlungen, dabei wackeln die Paare keck mit Ihren Hintern, so dass es nur so knistert vor Erotik!

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