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| Musik aus der Dominikanischen Republik |
Sobald man Dominikanischen Boden betritt, hört man den Rhythmus.
Diese Klänge sind überall. Es ist unglaublich, auf der Toilette, im Taxi, 5 Uhr
Morgens, am Strand, überall und immer läuft Musik. Es scheint die
Leute bewegen sich sogar im Rhythmus der Musik.
In einer Zeit die den Stempel euro-amerikanischer Pop-Techno-Hits trägt, sind die
traditionellen Volksweisen noch tief in der Alltagskultur des Landes verankert. Sogar
Modediscos unterbrechen nur kurz die Dominikanische Musik.
Merengue: Machismo und Ausdruck nationalen Selbstbewusstseins. Interview mit Juan Louis Guerra
Bachata, Sieg der Gefühle über Moral.
Ursprung des Merengue
Die einen sagen er entwickelte sich aus dem Flamenco, andere sagen er entstand aus
spontaner Freude über den Sieg in der Schlacht von Talanquera gegen die Haitianer, andere
sagen er stamme aus Ableitung von Taino-Indianer-Traditionen. Die meisten aber sagen, er
entstand während einer Fiesta, auf der ein hochrangiger Gast mit einem Klumpfuss zu
tanzen versuchte. Um den Behinderten nicht zu brüskieren übernahm die ganze Gesellschaft
sein steifbeiniges Schlurfen- Der Merengue war geboren!
Um 1850 war der Merengue in der Gegend von Cibao bereits präsent und gewann
unter der
Landbevölkerung rasch Anhänger. Nicht so in den Salons der Städte. Hier rümpften die
Mitglieder der "feinen" Gesellschaft die Nase über den wilden Bauerntanz,
gleich wie heute der Bachata von der "besseren" Gesellschaft verachtet wird.
Die Merengue-Texte besingen überwiegend Frauen, enttäuschte Liebe, Trinkgelage und
prominente Zeitgenossen idealer Nährboden für einen Macho.
Bachata
ist die zweite, weitverbreitete Musikrichtung in der Dominikanischen Republik. Sie ist bei
der Landbevölkerung sehr beliebt, insbesondere in der Gegend von Samana, wo im Radio fast
aussschliesslich Bachata gespielt wird.
Bei der "besseren" Gesellschaft war diese
Musik bis 1995 verpönt. Bei Festivals, im Fernsehen und offiziell wurde diese Musik
totgeschwiegen; zu peinlich waren offenbar die Texte für die saubere, heile christliche
Gesellschaft, die Manche gegen Aussen darstellen wollen.
Die Texte sind meistens freche Geschichten die vor Zweideutigkeiten nur so strotzen,
ähnlich wie bei uns manche älteren Volkslieder. Die Musik ist meistens
melancholisch/traurig. Getanzt wird langsam und Engumschlungen, dabei wackeln die Paare
keck mit Ihren Hintern, so dass es nur so knistert vor Erotik!
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