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  Religion und Wallfahrten

Die Dominikanische Republik ist ein zutiefst katholisches Land:

93,7 Prozent der Bevölkerung sind getaufte Katholiken. Daneben gibt es hauptsächlich Protestanten (knapp 4 Prozent), ausserdem Juden, einige Muslime die sogenannten "Turcos", Nachkommen von im 19. Jahrhundert eingewanderten Libanesen.



Wallfahrten / Prozessionen

Kein Dominikaner, der etwas auf sich hält, versäumt es, wenigstens einmal im Leben nach Higüey zur Jungfrau von Altagracia zu pilgern, der Schutzpatronin des Landes.



Festkultur der Katholiken

Am deutlichsten spürbar ist der Einfluss des Katholizismus in der Festkultur des Landes. Mit grosser Hingabe feiert jede Gemeinde ihre Fiestas Patronales, die Kirchweihfeste zu Ehren der lokalen Schutzheiligen. Dasselbe gilt für die Semana Santa, die Karwoche, die ein nationales Ereignis darstellt.
Zwischen Gründonnerstag und Ostertag wird im ganzen Land gefeiert, Ostern (Pascua) ist ein Familienfest, an dem man sich gegenseitig besucht. Beschaulich geht es dabei selten zu; wie bei den Patronatsfesten stehen Musik und Tanz im Mittelpunkt.

Richtiggehend ausser Rand und Band aber gerät das Volk aus einem anderen ursprünglich heidnischen, dann katholisch gewordenen - Anlass: dem Karneval.
Mit derFastnacht, wie wir sie kennen, hat der karibische Karneval jedoch wenig gemein, und auch mit den rauschenden Kostüm- und Musikspektakeln auf Trinidad, ist das dominikanische Fest kaum zu vergleichen. Zweimal im Jahr wird gefeiert - rund um den 27. Februar, dem Unabhägigkeitstag, und am 16. August, dem Tag der Restauration der Republik von 1863 - und jeder Ort hat seine eigenen Traditionen.

Allen gemeinsam ist indes, dass die Menge fast rund um die Uhr auf Strassen und Plätzen feiert. Wer karibische Festfreude hautnah spüren möchte, kommt hier auf seine Kosten.



Die Sekten bemühen sich um Aufschwung

Es wird dem Touristen, welcher sich unter das Volk mischt, nicht entgehen, dass sich in der R.D. die verschiedenen Sekten stark machen und dies mit vorgeschobenen Hilfsaktionen amerikanischer Bürger. Es ist erstaunlich, mit welchem Engagement die Sekten ihre Mitglieder werben und entsprechende Versammlungslokale erstellen.

Das grosse Problem der Sekten besteht darin, dass die Bevölkerung mittels regelrechter "Gehirnwäsche" in eine Abhängigkeit gebracht und nachher schamlos
ausgenützt wird, nicht zuletzt indem die Mitglieder all ihr Vermögen in die Sekten
stecken und damit kaum mehr Projekte in Angriff nehmen können. Ausserdem wird die Bevölkerung in viele kleine, oft verfeindete Grüppchen gespalten. So dass der Aufbau einer tragkräftigen Gemeindestruktur häufig verunmöglicht und damit die weitere soziale Entwicklung des Landes verhindert wird.

Wir glauben deshalb, dass eine entsprechende Unterstützung des alten Glaubens, welcher die religiöse Bevölkerung der R.D. stark verbindet, auf Dauer sinnvoll ist und haben uns deshalb entschlossen, der einheimischen Bevölkerung bei der Erstellung ihrer Kirche behilflich zu sein, wofür unser Präsident selbst schon grosse ehrenamtliche Vorleistungen erbracht hat.
 
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